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Covid-19-Prophylaxe und Covid-19-Therapie

Das Wissen um Prophylaxe und Therapie von Covid-19 hat im Laufe des Sommers in der Fachliteratur deutlich zugenommen. Wir haben dem entsprechend unsere praxisinternen Abläufe aktualisiert. Zu der Diagnostik gibt es einige bemerkenswerte neue Entwicklungen:

Das Thema körpereigene Abwehr von Covid-19 brachte in den letzten Wochen und Monaten viele interessante neue Aspekte ans Tageslicht. Bei der körpereigenen Abwehr von Covid-19 kommt es nicht immer zur Bildung von Antikörpern! D. h. nicht immer ist nach einer Infektion mit Covid-19 eine Immunität mit Antikörpern nachweisbar, manchmal erstreckt sich die Immunität nur auf die sogenannten T-Zellen. Das liegt vereinfacht gesagt daran, dass Corona Viren für das Immunsystem des Organismus „Alltag“ sind und (meistens) kein größeres Problem darstellen, so dass auf die Bildung von (hochspezialisierten) Antikörpern gut verzichtet werden kann.

Bei der Frage der T-Zell-Immunität können wir mittlerweile auf gute Laboruntersuchungen zurückgreifen.

Damit stehen uns in der Praxis nach abgelaufener Infektion zwei diagnostische Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Antikörper-Untersuchungen (zum Nachweis einer durchgemachten Infektion mit dem Einsatz des spezifischen Immunsystems)
  • Nachweis einer T-Zell-Immunität nach Covid-19-Infektion

Weiter ist das Wissen um die Bedeutung eines guten Immunsystems zur Abwehr von viralen Infekten und damit auch von Corona in den letzten Monaten deutlich mehr geworden. Einmal mehr bestätigt sich die immense Bedeutung zum Beispiel von Vitamin D3 (Literatur). Inzwischen gibt es eine sehr gute Interventionsstudie zum Thema Vitamin D3 in der Therapie von Corona aus Cordoba in Spanien, mit folgendem Ergebnis: Eine dieser prospektiven Studien, nämlich die Studie von Castillo et al. (Oktober 2020), wurde kürzlich beendet und veröffentlicht. Von 76 mittels PCR-Test Corona-positiv getesteten Patienten in der Universitätsklinik Reina Sofia im spanischen Córdoba, bekamen 50 Personen Vitamin D3. (Am Tag der Aufnahme 20.000 I.E. Vitamin D3 (in Form von Calcidiol) und ca. die Hälfte der Dosis an Tag 3 und 7. Im Anschluss wurden ihnen einmal wöchentlich ca. 10.000 I.E. Vitamin D3 bis zur Entlassung verabreicht.

Ergebnis:
Nur einer der Patienten, die mit Vitamin D3 versorgt wurden, musste auf die Intensivstation verlegt werden, also nur 2 Prozent. Von den 26 Patienten, die nicht mit Vitamin D3 versorgt wurden, waren es 13, also genau 50%! Von den mit Vitamin D3 behandelten Patienten starb keiner, alle wurden ohne Komplikationen entlassen. In der halb so großen Vergleichsgruppe ohne Vitamin D3 starben dagegen zwei Menschen.

(zitiert nach: https://spitzen-praevention.com/2020/10/20/vitamin-d-kann-bei-corona-leben-retten-nicht-nur-in-spanien/ Originalliteratur: Castillo M et al. (2020). Effect of Calcifediol Treatment and best Available Therapy versus best Available Therapy on Intensive Care Unit Admission and Mortality Among Patients Hospitalized for COVID-19: A Pilot Randomized Clinical study. Retrieved from https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0960076020302764?via%3Dihub).

Auf folgenden Internetseiten gibt es viele spannende neue Ergebnisse zum Thema Corona:
Akademie für menschliche Medizin
Dr. Jacobs-Institut

Weitere Informationen über Vitamin D3 finden Sie hier.

Im Frühjahr war die unkontrollierte Gerinnung des Blutes im Gefäßsystem bei vielen Patienten im Krankenhaus ein großes Problem. Das haben die durchgeführten Sektionen (Leichenschauen) gezeigt. Entsprechend wird von vielen Fachgesellschaften bei einer Infektion mit Corona die prophylaktische Gabe von Antikoagulantien (wie z.B. Heparin) empfohlen. Dieser Empfehlung werden wir uns gerne anschließen, da es sich hierbei um eine sinnvolle Maßnahme handelt, die mit Sicherheit schwierige Komplikationen aber auch die Sterblichkeit deutlich reduzieren wird.

Zusammenfassung:

In der Diagnostik von Corona sind wir wesentlich besser aufgestellt als im Frühjahr. In der Therapie haben sich ebenfalls gute und sinnvolle neue Perspektiven ergeben, die wir gemeinsam mit den bewährten Heilmitteln aus dem Bereich der anthroposophischen Medizin kombinieren.

Aus unserer Sicht besteht kein Grund zur Panik!

 

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