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Schöpferische Energie in Coronazeiten

In welche Richtung können wir schöpferisch tätig sein?

Um schöpferisch tätig werden zu können, ist es notwendig, die Täuschungen und Gefahren, die gerade in der Gegenwart überall lauern, zu durchschauen[1]. Deshalb ist es gegenwärtig dringend notwendig, in zwei Richtungen aus den spirituellen Herzenskräften heraus tätig zu werden:

Auf der einen Seite lauert die Angst, die uns alle immer wieder zu überwältigen droht. Sei es die Angst vor dem Virus und einem tödlichen Verlauf, sei es die Angst vor Einschränkungen der Grundrechte, sei es die Angst vor der Einsamkeit wegen der mangelnden Begegnungsmöglichkeiten, die Schikanierungen im öffentlichen Leben, wenn man zum Beispiel keine Maske tragen kann. Was bleibt?

Das Gesündeste ist, sich immer wieder kraftvoll in das eigene Leben zu stellen, sich der eigenen Ressourcen bewusst zu sein und die Angst unter die eigenen Füße zu weisen.

So wie es die nachfolgend abgebildete Skulptur von Ernst Barlach zeigt, es handelt sich dabei um den Geistkämpfer, der vor der Nikolaikirche in Kiel steht:

Kein anderes Kunstwerk zeigt die gegenwärtige Notwendigkeit plastischer als diese Figur.

Das Gegenmittel zur Angst ist der Mut

Auf der anderen Seite sind wir umgeben von Täuschungen, Unwahrheiten, verdrehten Wahrheiten, Unklarheiten, ja und auch von sehr vielen Lügen. Es sind Trugbilder, die uns von den Medien und der Politik vorgegaukelt und aufgebauscht werden, die aber auch in den sogenannten sozialen Medien eine weite Verbreitung finden.

Was davon ist wahr, was davon ist wahrhaftig?

Das zu durchschauen, ist jeden Tag aufs Neue eine echte Herausforderung.

So gleicht unser Leben gegenwärtig häufig einer Wanderung im Nebel:


Und auch für diese Situation gibt es eine schöne und zur Gegenwart sehr passende künstlerische Darstellung:

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

von Hermann Hesse

 

Die letzte Strophe:

Seltsam, im Nebel zu wandern! Leben ist Einsamsein. Kein Mensch kennt den andern, jeder ist allein.

ist doch geradezu wie für die Gegenwart geschrieben…

 

Das Gegenmittel der Täuschung ist Aufrichtigkeit und die Liebe zur Wahrheit

Während der Mut mit dem Wurzelchakra zusammenhängt, so ist das Durchschauen von Täuschung eine Qualität des dritten Auges, bzw. des Stirnchakras aber auch des Kronenchakras.

So haben wir in der Mitte zwischen Angst und Täuschung die Notwendigkeit der Besinnung auf die Herzenskräfte und damit auf das Herzchakra. Besinnen wir uns hierbei insbesondere an die Herzenskräfte der Dankbarkeit, Mitgefühl und bedingungsloser Liebe.

Wir wollen an dieser Stelle eine Einladung an alle Menschen aussprechen, die bereit sind, diese Überlegungen einmal radikal weiter zu denken:

Wenn wir schon dabei sind Täuschungen, Lüge, Unwahrhaftigkeit in der Politik, in den Berichten der Medien und im Wirtschaftsleben etc. mehr und mehr zu durchschauen, warum dann nicht auch gleich radikal weitere Täuschungen, Lügen und Unwahrhaftigkeit auf den Tisch packen: wir denken dabei insbesondere an folgende Unwahrhaftigkeit:

  • dass es einen strafenden Gott gibt
  • dass Gott oder wer auch immer Erwartungen an uns hat, denen wir unter Umständen nicht genügen
  • Angst vor Tod und Sterben
  • dass es die ewige Verdammnis/das Fegefeuer gibt[2]

Ist es wahr, dass wir ein Wirtschaftsleben mit Geld benötigen? Wie wäre es, wenn wir kein Geld mehr hätten? Damit meinen wir keine digitale Währung statt Scheinen und Münzen, sondern kein Geld mehr. Damit meinen wir auch nicht eine Rückkehr zum Tauschhandel, sondern eine Gesellschaft, in der jeder das hineingibt, was in den eigenen Fähigkeiten liegt und sich jeder Mensch das nehmen kann, was zum Leben notwendig ist, nicht mehr und nicht weniger.

Lehnen Sie sich einmal ein paar Minuten zurück und überdenken Sie die Konsequenzen einer solchen Gesellschaft. Interessant, nicht wahr?

Wenn wir die Täuschungen, die wir oben in Bezug auf tiefe religiöse Fragen aufgeworfen haben, durchschauen, ist auch die Angst mehr und mehr nicht nötig!

Aber betrachten wir dieses Thema noch weiter: geht es nicht im Sinne unseres hiesigen Gedankenganges um die Frage der Selbstermächtigung? Ermächtige ich mich selbst, Täuschungen, Lüge und Unwahrheit zu durchschauen? Ermächtige ich mich selbst, in der Liebe zu bleiben, statt in die Angst zu gehen?

Ja, das sind wahrlich keine einfachen Fragen und sie gelingen an dem einen Tag besser, an dem anderen Tag schlechter. Das geht vermutlich jedem Menschen so.

Aber: auch wenn die Regierung sich ermächtigt, in einer nie da gewesenen Art und Weise in unser Leben hinein zu regieren, so kann unsere Antwort die Selbstermächtigung in Fragen der Wahrheit, der Liebe und des Mutes sein.

Wir halten diese Überlegungen und Taten (schlussendlich geht es hier nicht um eine philosophische oder spirituelle Betrachtung, sondern um das Tun) für notwendige Voraussetzungen, um mehr und mehr gezielt schöpferisch in der Welt tätig werden zu können.

In späteren Newslettern werden wir auf weitere Aspekte der Selbstermächtigung und der eigenen Schöpferkraft eingehen.

Zum Schluss ein Gedicht von Barbara von Stryk im Stile von Palmström von Christian Morgenstern[3]:

 

Woher stammt der Mensch?

Palmström wundert sich in diesen Tagen
Was die Menschen alles so ertragen.
Wie Sie Lämmern gleich zur Schlachtbank laufen
Freiheit gar zum Schleuderpreis verkaufen,
Alles fraglos mit sich machen lassen –
Palmström kann das nicht verstehen und fassen.
Deshalb sinnt er, ob nicht in der Tat
Darwin gab der Welt den falschen Rat
Und der Mensch nicht von den Affen stamme,
Sondern doch vom Hammel oder Lamme.
Auch der Esel käme da in Frage
Als Erklärung für die Weltenlage.
Palmström forscht mit Korf, der gern bereit,
seine Bücher und sein Wissen leiht.
Als sie sorglich das Gespinst entwirren
Ist es klar: die Biologen irren!
Denn es ist so, dass in diesem Land
Menschen für der Wissenschaftler Stand
Nur als Herdentiere wahrgenommen,
Welche ohne Stall und Zaun verkommen.
Doch die Frage nach Immunität
Hat für Herden andere Qualität,
Als für Menschen, die nach Freiheit streben,
Und die eignen Lebensträume weben.
Tiere – das ist sicher ein Gebot
Sperrt man ein in Zeiten großer Not.
Korf und Palmström suchen in den Akten
Wer vom Amt verantwortlich für die Fakten
Die in Wirklichkeit ganz anders zählten,
Wenn sie Menschen nicht zu Tieren wählten.

Palmström wünscht, dass es nicht so wär.
Doch besagter ist: Veterinär…

Frei nach Christian Morgenstern, Dank an Barbara von Stryk!

 

[1] Die nachfolgende Überlegung orientiert sich am sogenannten Menschheitsrepräsentanten von Rudolf Steiner, das sei nur kurz am Rande erwähnt, um die Quelle unserer Inspiration klar zu benennen

[2] Diese Fragen sind inspiriert von dem Buch „Freundschaft mit Gott“ von Neale Donald Walsh

[3] Barbara von Stryk, Palmströms Tagebuch in Zeiten von Corona – Virologie in Versen, tredition Verlag

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