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Methoden unserer Therapie

Seit dem Frühjahr 2016 ist auch bei uns die Biologische Bypass-Therapie (EECP) möglich, mit der häufig eine Stentimplantation oder eine Bypass Operation verhindert werden kann.

Die EECP-Therapie ist seit 2013 von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie in ihren Leitlinien als eine mögliche Therapieoption anerkannt.

Als therapeutisches Prinzip wurde diese Therapie in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in den USA entwickelt. Nach wesentlichen Entwicklungsschritten der Therapie in den USA und der Volksrepublik China gelangte die Therapie in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in die Bundesrepublik, wo sie in Erlangen an der Medizinischen Klinik der Universität Erlangen eine Zeit lang durchgeführt wurde. Trotz der Erfolge, insbesondere in der Behandlung der fortgeschrittenen koronaren Herzkrankheit, fand die EECP-Therapie in Deutschland bisher nur wenig Verbreitung.
Bei der EECP-Therapie handelt es sich um die pulssynchrone externe Gegenpulsation, durch die sich biologische Bypässe bilden.

Mit der EECP-Therapie werden arterielle Durchblutungsstörungen behandelt; vor allem, wenn diese Durchblutungsstörungen aufgrund der atherosklerotischen Erkrankungen der Gefäßwände bedingt sind. Es kommt im Verlauf der Therapie zu einer Restrukturierung von geschädigten Gefäßabschnitten mit Verbesserung der Gefäßinnenhaut einerseits, andererseits zum Ausbau von Kollateralarterien. Die Indikation beschränkt sich hier nicht auf die Herzkranzgefäße; vielmehr ist von der Wirksamkeit der Therapie im gesamten arteriellen Stromgebiet auszugehen. Diese EECP-Methode wird weltweit neben der koronaren Herzerkrankung auch bei drohenden arteriellen Gefäßverschlüssen (auch des Kopfes) eingesetzt. Ferner werden auch sehr gute Resultate bei Herzschwäche und erektiler Dysfunktion erzielt.

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Die EECP-Therapie wird in 45-minütigen therapeutischen Sitzungen möglichst an den 5 aufeinander folgenden Werktagen jeder Woche durchgeführt, z. B. im Rahmen unserer Herz-Intensiv-Wochen.  Zunächst geht es darum, in einer Phase mit niedrigem Behandlungsdruck die Patientin/den Patienten an die Wirkung der Therapie zu gewöhnen. Die Behandlung ist schmerzfrei. Je nach Verlauf kann die EECP-Therapie zwischen zehn bis 30 Einheiten beinhalten.  Bei der Therapie werden gamaschenartig angelegte Manschetten an Unterschenkeln, Oberschenkeln und Becken im Herzrhythmus aufgeblasen und der Druck sofort wieder abgelassen.

Durch die EKG-gesteuerte rhythmische Kompression von Unterschenkel, Oberschenkel und Becken mit einem Behandlungsdruck von ca. 160 bis 180 mm/Hg wird eine Pulswelle erzeugt, die nach Beendigung der Systole einsetzt und während der Diastole zu einer Überhöhung des diastolischen Gefäßdruckes und zu einer zweiten pulsatilen Durchströmung des arteriellen Gefäßbettes führt, ebenso wie zu einer drastischen Nachlasterniedrigung beim schlagartigen simultanen Ablassen des Druckes in allen Manschetten, kurz vor Beginn der Systole. Die pulsatile Durchströmung bewirkt eine Erhöhung der intravasalen Scheerspannung; dies ist einer der wichtigsten Mechanismen zur Regeneration des Gefäßendothels und zur Öffnung von Kollateralen.

Dadurch wird in den großen Gefäßen das Blut von der Peripherie zum Herzen zurück pulsiert (Gegenpulsation), in den Gefäßen werden Kräfte freigesetzt, die zur Bildung von Kollateralgefäßen führen – den Bypässen.

Die Therapie findet grundsätzlich unter der Überwachung von medizinischem Personal statt, das in der Anwendung dieser Therapie und in der Behebung von möglichen Komplikationen geschult ist. Ärztliche Konsultationen und Kontrolluntersuchungen sollen während der meist mehrwöchigen Therapiezyklen mindestens nach jeder 10ten Behandlung stattfinden.

Zuerst die Diagnostik – auch zur Verlaufskontrolle

Zur Erfassung der Wirksamkeit der Therapie werden vor Beginn und nach Ende des Therapiezyklus folgende diagnostische Maßnahmen durchgeführt:

  • Untersuchung des Herzens durch Echokardiographie, ob relevante Kontraindikationen vorliegen.
  • Verlaufskontrolle nach zehn Behandlungseinheiten, bei der der Fortschritt der Therapie objektiv sichtbar wird. Subjektiv verspüren die meisten Patientinnen und Patienten bereits nach wenigen Sitzungen eine Besserung ihrer Symptome.

Durch diese enge Überwachung können wir sehr früh sagen, ob diese EECP-Behandlung zielführend ist.

Therapiekosten

Jede Sitzung wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben der GOÄ z. T. mittels Analogziffern berechnet.Der behandelnde Arzt führt im Rahmen der Sprechstunde ein Aufklärungsgespräch mit der Erläuterung der Kosten durch. Eine Erstattung durch die gesetzliche und private Krankenversicherung findet in der Regel nicht statt, bzw. nicht vollumfänglich.

Unser erweitertes Konzept:

Synthese aus klassischer EECP-Therapie und komplementärer Medizin – das Beste aus verschiedenen sich ergänzenden Welten

In unserem ganzheitlich erweiterten Therapiekonzept wird die Ausbildung biologischer Bypässe von verschiedenen individuell abgestimmten Maßnahmen zur Steigerung der Effektivität begleitet. Dadurch kann die Behandlungsdauer oft spürbar reduziert werden. Diese Maßnahmen sind:

  • Intravenöse Oxyvenierungstherapie nach Dr. Regelsberger, die eine biochemische Reaktion auslöst und dadurch der Arteriosklerose entgegenwirkt
  • Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT) nach Prof. Ardenne
  • Infusionen mit verschiedenen hier in der Praxis entwickelten Rezepturen mit Vitaminen, Mineralien und homöopathischen Heilmitteln

Das Ziel unseres Maßnahmenbündels ist die körperbezogene Therapie auf verschiedenen Ebenen. Das Herztraining, die Ernährungsumstellung und die lösungsorientierte kreative Psychotherapie zielen auf eine langfristige Änderung der Lebensgewohnheiten, die zu der Herzgefäßerkrankung geführt haben.

Der biologische Bypass löst das akute Problem, nicht aber die zugrundeliegende Lebensweise, die zu der Erkrankung geführt hat.

Selbstverständlich werden im abschließenden ärztlichen Gespräch auch Vorschläge für eine weiterführende medikamentöse Therapie und gesunden Lebensführung mitgegeben.

 

In der Kardiologie sind allopathische Medikamente der Schulmedizin oft unverzichtbar. Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, dem Patienten genau zu erklären, warum ein bestimmtes Medikament notwendig ist.

Wir versuchen, mit einem ganzheitlichen Ansatz die Ursachen von Herzbeschwerden zu ergründen. Dadurch können wir in manchen Fällen allopathische Medikamente langfristig absetzen oder zumindest reduzieren. In anderen Situationen ist es möglich, durch begleitende ganzheitliche Maßnahmen (wie z.B. gezielte Vitamineinnahmen) unerwünschte Nebenwirkungen der Medikamente abzumildern.

Mitochondriale Therapie

Viele Herzkrankheiten beruhen auf einer Fehlfunktion im Bereich der Energiegewinnung. Atmung und Stoffwechsel der Zellen sind unterversorgt. Dies trifft vor allem beim Vorhofflimmern und Herzschwäche zu.

Nach unserer Beobachtung sind davon aber auch weitere Herzrhythmusstörungen und zum Teil auch der Bluthochdruck betroffen.

Die mitochondriale Medizin ist die Diagnostik dieser Störungen. Danach folgt die orthomolekulare Therapie, die aus der Einnahme von Mineralien, Vitaminen und Pflanzeninhaltsstoffen besteht.

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Mit der mitochondrialen Medizin werden die gestörten Fehlfunktionen im Organismus diagnostiziert. Oft sind dies Störungen im Bereich der Energiegewinnung der Zelle.

Die Ursachen sind meistens in Umweltbelastungen jeglicher Art zu suchen, die oft im Zusammenhang mit individuellen Besonderheiten stehen.

Der gezielte Einsatz von Mineralien, Vitaminen und Pflanzeninhaltstoffen kann als Therapie sehr hilfreich sein. Bekannt ist vor allem das Q10, eine Substanz, die für die Energiebereitstellung (auch des Herzens) von großer Bedeutung ist.

Leider belasten verschiedene und oft notwendige Herzmedikamente die Energiezufuhr der menschlichen Zellen. Durch die dauerhafte Medikamenteneinnahme wird die Wirkung von wichtigen Vitaminen, Mineralien und anderen Substanzen verringert oder sogar aufgehoben. Hier kann die orthomolekulare Medizin gegensteuern.

Nach unserer Erfahrung ist auch die Ausheilung von verschiedenen Herzerkrankungen durch die orthomolekulare Medizin immer wieder möglich. Wir verabreichen die orthomolekularen Substanzen nach Möglichkeit in flüssiger Form, gegebenenfalls auch als Infusion oder in Tablettenform.

Die Anthroposophische Medizin ermöglicht uns ein vertieftes Körper-Seele-Geist-Verständnis. Das Herz hat eine organisch gebundene Seite. Dem Herzen wohnt aber auch eine seelische und eine biographische Seite inne.

Deshalb hat die Anthroposophische Medizin in unserer Praxis eine zentrale Bedeutung. Außerdem bietet der Arzneimittelschatz der Anthroposophischen Pharmazie eine unendlich große Fülle an wirksamen Heilmitteln, die nach ganzheitlichen Prinzipien hergestellt werden.

Zur Anthroposophischen Medizin gäbe es noch viele interessante Gesichtspunkte zu erwähnen. Hier sei nur der Aspekt zum biographischen Hintergrund einer Krankheit genannt, der auch in der Behandlung unserer Praxis eine große Rolle spielt.

Der Weg in die Erkrankung ist oft ähnlich oder vergleichbar wie die Krankheit selbst. Die spannende Frage ist, wie der Mensch mit seiner Krankheit umgeht und wie der Betroffene sie auch durch persönliche Veränderungen überwindet.

Siehe auch:
Unsere Sicht auf das Herz
Kreative Psychokardiologie

Das Herztraining findet unter kompetenter Anleitung unserer geschulten Mitarbeiterinnen statt. Dabei lernen die Patienten zunächst ihren Herzrhythmus bewusst wahrzunehmen. Ziel ist es, die inneren Bilder durch Atemübungen zu verändern.

Herztraining Hand aufs Herz

 

Durch regelmäßige Herzübungen wurde bei vielen Patienten z. B. der Blutdruck deutlich gesenkt. Unser Herztraining baut auf den Grundlagen und der Ausbildung des HeartMath Institut® in Kalifornien auf.

 

„Die Intuition ist ein göttliches Geschenk,
der denkende Verstand ein treuer Diener.
Es ist paradox, dass wir heutzutage angefangen haben,
den Diener zu verehren
und die göttliche Gabe zu entweihen.“

(Albert Einstein)

Das „Biofeedback“ steht im Mittelpunkt unserer Herztrainingskurse. Die eigene Wahrnehmung des Herzens zu fördern, ist unser zentrales Anliegen bei diesem gemeinsamen Weg.

Die Erkenntnis, den eigenen Organismus beeinflussen zu können, ist für viele Menschen ein tiefes, inneres Erlebnis. Oft kommt es zu erstaunlichen Impulsen für das eigene Leben: So werden z.B. künstlerische Neigungen entdeckt oder die Liebe zur Natur neu gefunden.

Wenn Verstand und Herz im Einklang sind, verändert sich vieles im Leben:

„A change of heart changes everything“

(HeartMath Institut®)

Unserem Herztraining liegt ein therapeutisches Gesamtkonzept zugrunde und wird von qualifizierten Mitarbeiterinnen unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt. Die Dauer der einzelnen Therapiesitzungen beträgt eine knappe Stunde. Das Kursprogramm beinhaltet fünf bis zehn Sitzungen.

Verlaufskontrolle Herzratenvariabilität mit gut ausgeprägter Kohärenz. Diese wird mittels Messung und einer speziellen Software überprüft und sichtbar gemacht

Die Ernährungsweise ist bei vielen Herz- und Kreislauferkrankungen von entscheidender Bedeutung. Jedem ist bewusst, dass Übergewicht oder eine zu fettreiche Ernährung ungesund sind.

Aber was sind für den einzelnen Patienten gesunde Essgewohnheiten?

Zunächst werden die Patienten genau untersucht. Wir führen z.B. eine Blutuntersuchung wegen des Fettstoffwechsels durch, die weit über die Routineuntersuchung hinausgeht.

Darauf aufbauend erarbeitet unsere Ernährungsberaterin zusammen mit den Patienten einen ausführlichen Ernährungsplan.
Es ist uns sehr wichtig, dass Cholesterin-Senker sehr behutsam eingesetzt werden. Unter Einhaltung der Richtlinien, die von unserer Ernährungsberaterin mitgegeben werden, ist es in vielen Fällen möglich, ohne Medikamente den Fettstoffwechsel zu normalisieren.

Das bedeutet keineswegs eine lustfeindliche Lebensweise, sondern durch einen gezielten Einsatz von Lebensmitteln das Essen zu genießen.

Frau Blöcker ist freie Mitarbeiterin bei uns. Sie betreibt eine Praxis für Ernährungsberatung  in Neumünster, vergibt aber auch 2 x wöchentlich in unseren Praxisräumen Termine. Mehr Informationen unter: www.ess-zeit.com.

Viele herzkranke Patienten profitieren neben der rein somatisch-ärztlichen Betreuung von einer psychokardiologischen Begleitung. In unserer Praxis hat sich die kreative Psychokardiologie bewährt und ist konstanter Bestandteil unserer Herztherapie. 

Die kreative Psychokardiologie unterstützt den Patienten bei der Krankheitsbewältigung und Stärkung der eigenen Ressourcen und kann somit zu einer guten Lebensqualität verhelfen.

In achtsamer und wertschätzender Atmosphäre bekommt Ihr persönliches (Herzens-) Anliegen Raum. Neben dem Gespräch nähern wir uns mit vielen verschiedenen kreativen und körperdynamischen Methoden, Imaginations- und Achtsamkeitsübungen sowie Körper- und Symptomaufstellungen Ihrem Herzen und dessen Bedürfnisse.

In der kreativen psychokardiologischen Therapie lernen Sie, mit Ihrem Herzen zu kommunizieren und aus verschiedenen Perspektiven auf Ihr Herz zu schauen. Sie geben Ihrem Herzensanliegen und Ihren Körpersymptomen Ausdruck und machen somit Ihre eigenen inneren Bilder sowie Ihre körperlichen Beschwerden sichtbar und verstehbar.

Frau Pajeken führt eine Schwerpunktpraxis für kreative Psychokardiologie und Psychoonkologie in Bordesholm und ist freie Mitarbeiterin in unserem Team. Näheres erfahren Sie unter www.mariapajeken.de.

Atem- und Stimmarbeit nach
Schlaffhorst–Andersen

Die Arbeitsweise nach Clara Schlaffhorst und Hedwig Andersen ist ein umfassendes Konzept von Atem-, Stimm- und Körperübungen mit dem Ziel der ganzheitlichen  Regeneration und Vitalisierung.

Dabei bildet der dreiphasig verlaufende Rhythmus von Einatmung, Ausatmung und Atempause das Grundprinzip, das auch für die gesamte Muskulatur und andere Abläufe im Körper gilt. Mit Hilfe der sogenannten fünf Regenerationswege „Kreisen“, „Schwingen“, „Rhythmus“, „Atmen“ und „Tönen“ sowie anderer vielfältiger Übungen haben wir die Möglichkeit, uns wieder auf unseren ganz individuellen unwillkürlichen physiologischen (Atem-)  Rhythmus einzuschwingen. Die Stimmschwingungen im Summen, Tönen oder Singen können sich im gesamten Organismus fortsetzen und wie eine Mikromassage die Durchblutung und Versorgung von Geweben und Organen fördern.

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Balance, Regeneration und Vitalisierung durch Atemrhythmus

Da Muskulatur, Nervensystem, Endokrines System, innere Organe, Sinneswahrnehmungen, Emotionen und unsere Psyche im Gehirn sehr eng miteinander verschaltet sind, nehmen wir mit Atem-, Stimm- und Körperübungen Einfluss auf alle Bereiche; so können wir beispielsweise das vegetative Nervensystem gezielt erreichen und ausgleichen.

Atemtherapie – erfolgreich bei allen stressbedingten Erkrankungen

Diese Arbeit bietet sich an für Menschen mit Erkrankungen durch Stress, bei Erschöpfung und begleitend zur Bewältigung von belastenden Lebensphasen und/oder Erkrankungen. Durch die Rhythmisierung von Innen- und Außenbewegung können wir schließlich sowohl in Ruhe als auch in der Arbeits- und Leistungssituation „im Tun“ regenerieren.

Mit jahrelanger Erfahrung in der Therapie und ergänzenden Methoden u.a. aus dem Potenzialorientierten Coaching leitet unsere ausgebildete Mitarbeiterin Frau Paap Sie an und begleitet Sie dabei, sich über die Erfahrungen mit Ihrem Atem, Ihrer Stimme und Ihrem Körper selbst besser wahr zu nehmen und die Grundlagen für mehr Gesundheit, Wohlbefinden und Freude zu schaffen.

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